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Dienstag, 25. März 2014

Frauenquote





Abb. Simone Mertz (Atelier Simone Mertz, Stuttgart) 
Quothilde, die Aufsichtsrätin!



Die Frauenquote ist so überflüssig
wie ein Sandkasten in der Sahara.
  
 


Es gibt keine überzeugenden Gründe, die für die Einführung einer Frauenquote sprechen würden; von Befürworterinnen werden lediglich fünf Pseudoargumente ständig wiederholt:


1.   Frauen treten weniger selbstbewusst auf.

Wenn das so ist, Zweifel sind angebracht, dann wäre zunächst die Frage zu klären, warum das so ist. Und: Warum sollte sich mit der Einführung einer Quote daran etwas ändern?

2.   Männer können sich besser „verkaufen“.

Zunächst: Auch daran würde, sollte es so zutreffen, die Einführung einer Quote nichts ändern. Aber dieses Argument bedeutet auch, dass man davon ausgeht, spezialisierte, erfahrene und psychologisch geschulte Interviewer in den Personalabteilungen und Personalberatungen wären nicht in der Lage, solches „Blendwerk“ zu erkennen. Das Gegenteil ist natürlich der Fall.

3.   Männer werden nicht schwanger

Ein wenig überzeugendes Argument (bezogen auf die Einführung einer Quote). Die Diskussion kreist derzeit um das Ziel, mittels Einführung einer Quote den Frauenanteil in Kontrollgremien großer Kapitalgesellschaften zu erhöhen (in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen sollen mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sein). Wir sprechen also über Topmanagement-Positionen. Diese werden in der Regel im Alter zwischen Mitte 40 und Anfang 50 erreicht. In diesem Alter werden Frauen selten schwanger.

4.   Männer tragen keine Doppelbelastung aus Haushalt und Beruf

Dieses Argument ist barer Unsinn und wird von Politikern vorgetragen, die nicht wissen, wie Unternehmen geführt werden. Die aktuelle Diskussion (siehe Punkt 3.) betrifft Führungspositionen auf obersten Hierarchieebenen. Da geht es um Aufgaben, die man nicht mit Schlabberhose und Jutetasche „alternativ“ erledigen kann. Die erfordern den „ganzen Mann“ resp. die „ganze Frau“. Diese Aufgaben zu bewältigen, ist mit Doppelbelastung nicht möglich (es sei denn, das wird mit externen Hilfen organisiert) . Wer eine solche Führungsaufgabe anstrebt, muss sich entscheiden: Familie oder Beruf. Alles andere ist nicht mehr, als sinnentleertes Talkshowgeschwafel.

5. Männer verfügen über Netzwerke.

Sollten diese existieren und funktionieren, wäre es Frauen nicht verwehrt, auch solche zu gründen und zu pflegen. Da die Quotendiskussion sich schon über drei Jahrzehnte hinzieht, sollten Frauennetzwerke inzwischen gleichermaßen effektiv sein. Und: Die Suche und Auswahl von Führungskräften für Toppositionen funktioniert anders, als sich die typische Talkshow-Suffragette mit lila Latzhose dies vorstellt.

Die Einführung einer Quote würde also an der derzeit kritisierten Zusammensetzung von Kontrollgremien qualitativ wenig ändern. Es würden lediglich Quoten-Frauen mit mangelnder Eignung (natürlich, es gibt auch genügend Männer mit solcher) in Positionen gehievt, für die sie persönlich und fachlich nicht vorbereitet sind. Zahlreiche Beispiele aus der Politik verdeutlichen dies. Leider. Und: Wir sprechen über eine Minderheit. Die überwiegende Mehrzahl der Frauen, wie übrigens auch der Männer, sind an solchen herausgehobenen Verantwortungen gar nicht interessiert. Aber wen interessieren schon Fakten, wenn politische Ideologie den Taktstock schwingt.

März 2014
Margeau Dupré

 

Kommentare:

  1. Danke, es ist einfach erfrischend, einmal nur ganz sachlich Fakten zu lesen ohne dieses ganze politische Geschwätz als Beiwerk.
    Alice.

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  2. Die meisten erfolgreichen Unternehmen in Deutschland haben technische Produkte mit denen sie erfolgreich sind. Der Anteil von Frauen an den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen liegt glaube ich bei 6%. Jetzt soll der Frauenanteil in den großen Firmen aber auf 30% erhöht werden. Welch' ein Unsinn.
    Peter Hauk

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  3. Interessanter als die Polemik hier ist doch die Frage, welche NACHTEILE die Quote für weibliche Führungskräfte hat. Sie hat KEINE.

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  4. Frauen kommen, ob mit oder ohne Quote. Mit Sicherheit zufriedener und selbstbewusster ohne eine Frauenquote.
    sim1

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